Zwischen Core und Corporate: Warum es Branded and United braucht

Zwischen Core und Corporate: Warum es Branded and United braucht

Es gibt Momente im Leben, die prägen dich für immer. Bei mir war es der 14. Geburtstag. Da drückte mir jemand eine Maxi-CD von ManOwaR in die Hand: „Metal Warriors“. Der Sound, die Energie – einfach unglaublich. Ab diesem Tag gab es kein Zurück mehr. Meine Leidenschaft für Heavy Metal war entfacht und breitete sich unaufhaltsam aus. Iron Maiden, Judas Priest, Megadeth, Sodom, Helloween, Sacred Steel... der Soundtrack meines Lebens stand fest.

Mit 15 kam die erste eigene Jeanskutte. Voller Stolz getragen, übersät mit Patches meiner Lieblingsbands. Dazu die passenden Bandshirts und lange Haare. Diese Kutte besitze ich übrigens heute noch. Sie ist ein echtes Stück Identität.

Die Kutte wanderte zum Abitur hin zwar etwas seltener auf die Straße, aber die Bandshirts blieben. Sie begleiteten mich durch mein gesamtes Studium und sogar durch die ersten Praktika. Nur zu wichtigen Abgaben oder besonderen Events zog ich mal ein Hemd und ein Sakko an. Es war ein Kompromiss, der sich damals noch okay anfühlte.

Der harte Aufprall im Berufsleben

Doch dann kam der Einstieg ins echte Berufsleben, und plötzlich änderte sich so viel. Aus den langen Haaren wurde – sagen wir, wie es ist: rein genetisch bedingt – ein praktischer Kurzhaarschnitt. Und die geliebten Bandshirts? Die wanderten plötzlich in die reine Freizeit-Schublade.

Warum? Weil ich im harten Business-Alltag eine fundamentale Entdeckung gemacht habe:

„Wenn ich absolut professionell auftrete, spare ich mir das endlose Erklären, die voreingenommenen Blicke und das permanente „Mich-Beweisen-Müssen“ drumherum. Ich kann mich sofort und mit voller Energie auf meine eigentliche Aufgabe im Beruf konzentrieren. Und dieser Job macht mir schließlich auch verdammt viel Spaß!“

Aber da war dieses permanente, störende Gefühl. Dieses Gefühl, sich jeden Morgen beim Anziehen ein Stück weit zu verkleiden. Sich für den Erfolg im Beruf von seiner eigenen Leidenschaft trennen zu müssen.

Der Wendepunkt: Ein Marvel-Bösewicht im Verhandlungsraum

Die Jahre vergingen. Bei einem wichtigen Geschäftstermin saß ich bei den Verhandlungen einem Gegenüber in teurer Designerkleidung eines bekannten deutschen Labels gegenüber. Auf dem Rücken seines Mantels prangte ein riesiger Strass-Totenkopf. Das ganze Outfit sollte wohl rebellisch wirken, erinnerte mich aber eher an eine schlechte Bösewichtfigur aus einem Marvel-Comic. Der Auftritt des Typen? Arrogant und selbstgefällig.

Von einem anderen Besprechungsteilnehmer erfuhr ich später, dass dieser eine Mantel mehr kostete als ein durchschnittliches Netto-Monatsgehalt. Eine Modemarke, mit der sich arrogante Business-Menschen als „Rocker-Rebellen“ inszenieren. Gesellschaftlich akzeptiert – einfach nur, weil es extravagant und vor allem schweineteuer ist.

Das hat mich tief getroffen, aber auch inspiriert. Ich dachte mir: Das kann es nicht sein. Ich wollte für mich selbst wieder mehr Rock- und Metal-Accessoires in meine Berufskleidung integrieren. Ich versuchte es mit auffälligen Gürtelschnallen oder einem Totenkopf-Pin am Sakko.

Doch dabei stieß ich schnell auf das nächste Problem: Viele der gängigen, leicht erhältlichen Symbole wurden längst von ganz anderen Bewegungen gekapert. So ist der bekannte Punisher-Totenkopf mittlerweile ein beliebtes Symbol der politischen QAnon-Bewegung um Donald Trump. Dazu kann man stehen, wie man will – aber ich wollte ganz klar eine Zugehörigkeit zum Heavy Metal und seinen Werten (die ich eher mit der Bruderschaft und Loyalität von Motorradclubs vergleiche) demonstrieren, und mich nicht vor den Karren irgendeiner politischen Strömung spannen lassen.

Von der Flexfolie zum Buch, das alles veränderte

Weil es nichts Passendes auf dem Markt gab, fing ich an, selbst aktiv zu werden. Ich entwarf eigene Designs und übertrug sie am Anfang mittels Flexfolie zu Hause auf meine Kleidung. Über verschiedene Recherchen stieß ich schließlich auf das Print-on-Demand-Modell und fing an, meine Einzelstücke professionell drucken zu lassen. Die Geburtsstunde von Branded and United rückte näher.

Da ich beruflich extrem viel mit dem Auto unterwegs bin, nutze ich die Zeit auf der Straße oft, um mich über Hörbücher im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung weiterzubilden. Auf einer dieser Fahrten stieß ich auf den Psychologen Nico Rose und sein Buch „Hard, Heavy, Happy“.

Als ich das hörte, wurde mir vieles plötzlich klar. Ich fand mich in so vielen Punkten eins zu eins wieder. Und noch viel wichtiger: Ich bemerkte, dass ich mit diesem Problem überhaupt nicht alleine dastehe. Es gibt da draußen tausende Metalheads im Business, die genau dieselbe Zerreißprobe durchmachen.

Branded and United: Für die Rebellen im Anzug

Genau aus diesem Prozess heraus ist Branded and United entstanden. Und um eines ganz klarzustellen:

„Branded and United ist nichts für Geschäftsleute, die rebellisch sein wollen. Es ist für Rebellen, die sich in ihrem Arbeitsalltag nicht verlieren dürfen.“

Wir schlagen die Brücke zwischen zwei Welten, die viel zu lange getrennt waren: Core und Corporate. Wir entwickeln Kleidung für Macher, die im Beruf maximal professionell abliefern, ohne dabei ihre Seele und ihre Identität an der Garderobe abzugeben.

  • Der Look: Absolut clean, edel und bürotauglich. Hochwertige Stoffe und moderne Schnitte, die in jedem Meeting standhalten.
  • Das Statement: Clevere, tief im Heavy Metal verwurzelte Designs. Subtil genug, um im Business-Kontext voll akzeptiert zu sein – aber für Eingeweihte ein sofortiges, unmissverständliches Signal: „Ich gehöre dazu. Ich bin einer von euch.“

Du musst dich nicht mehr anpassen, um ernst genommen zu werden. Behalte deine Attitüde, rock deinen Job – und trag den Look, der zu deiner echten Story passt.

Hier geht es direkt zu unseren Kollektionen – Finde deinen Look, der keine Kompromisse fordert.

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